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FPANJEZ

Wer sie sind

Der Verein FPANJEZ, der in der Provinz El Oro im Südwesten von Ecuador gelegen ist, betreibt seit 1990 eine Schule für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen. Das Ziel der Vereinigung ist es, das Selbstständigwerden der Begünstigten zu fördern und die Wahrnehmung der Zivilgesellschaft gegenüber der Behinderung zu verbessern.

Die Ursachen der Behinderungen im Kanton Zaruma sind zahlreich, aber der Goldbergbau, der seit Jahrhunderten in dieser Region betrieben wird, verschlechtert die Situation.

Die Verwendung von sehr schädlichen Produkte wie Quecksilber, die die Flüsse und Böden verschmutzen, für die Verarbeitung von Gold hat direkte Auswirkungen auf die Gesundheit der Anwohner in der Umgebung.

Darum sind viele Kinder der Menschen in Zaruma, die von einer Subsistenzwirtschaft leben und darum das Wasser und die Produkte der verschmutzten Umwelt brauchen, von Geburt an von Behinderung betroffen.

Darüber hinaus sind die Frauen sowie ihre zukünftigen Kinder mit der geografischen Abgeschiedenheit der Region und der Gesundheitsrisiken während der Schwangerschaft konfrontiert: Fehlen von regelmäßiger pränataler und postnataler Überwachung, Unterernährung, etc…

Der Verein FPANJEZ, ein renommiertes, medizinisches Ausbildungszentrum, will die Ausbildung und Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen, die Schwächen im physischen, mentalen, emotionalen und / oder sozialen Bereich zeigen, sicherstellen.

In der Tat hindert sie ihre besondere Situation daran, dem "klassischen" Schulprogramm ohne ausreichende Betreuung zu folgen. Der Verein mobilisiert die notwendigen Ressourcen für eine erfolgreiche soziale Integration der Zielgruppe durch geeignete Methoden und Techniken.

Sämtliche durch den Verein entwickelte Projekte sind somit an einer harmonischen Entwicklung des Kinder orientiert: die physische und psychische Entwicklung, aber auch die soziale Integration, die eine Eingliederung in das "klassische" Schulsystem und schließlich die Arbeitswelt und die Gesellschaft im Allgemeinen ermöglicht.

Obwohl sie sehr mit ihrer alltäglichen Tätigkeiten beschäftig sind, bestätigen die Mitglieder und die Betreuer von FPANJEZ die Notwendigkeit eines ecuadorianischen, Staates, der Anteil nimmt und sich mit diesen Gegebenheiten auseinandersetzt und sich für diese Aufgaben einsetzt.

FPANJEZ

Pädagogisches und therapeutisches Betreuungsangebot für behinderte Kinder von Zaruma, im Besonderen in der Form von Kunsttherapie

Küste / El Oro
8;-3.690149083735115;-79.6124726772461
Gesundheit Ausbildung
Kindern Jugenlichen Jungen Erwachsenen
Humanitär

Neuigkeiten

Freitag, 17. März 2017


Freitag, 9. Dezember 2016


Dienstag, 8. November 2016


Freitag, 15. Juli 2016


Dienstag, 5. Juli 2016


Dienstag, 5. Juli 2016


Montag, 20. Juni 2016


Mittwoch, 1. Juni 2016


Montag, 30. Mai 2016


Montag, 30. November 2015


Montag, 30. November 2015


Montag, 30. November 2015


Montag, 26. Oktober 2015


Montag, 26. Oktober 2015


Mittwoch, 23. September 2015


Montag, 21. September 2015


Donnerstag, 17. September 2015


Montag, 7. September 2015


Montag, 7. September 2015


Samstag, 1. August 2015


Donnerstag, 16. Juli 2015


Freitag, 27. Februar 2015


Die Stiftung Fpanjez prämiert für ihr Reittherapie Projekt!

Freitag, 19. Dezember 2014

Das Projekt integrale Rehabilitation auf Basis der Reittherapie wird durch die Professoren der Stiftung Fpanjez, von der wir im vorgehenden Artikel gesprochen haben,  geleitet. Nun wurde das Projekt anlässlich des Wissenschafts- und Technologie Festes, ausgetragen durch das Bildungsministerium, prämiert.

Mehrere Kinder aus dem Reitprojekt hatten sich mit ihren Eltern und den verantwortlichen Lehrern des Projektes, Mariana Centeno und Silvana Leon, mit ihren Vorführungen an diesem Fest beteiligt.

Wir freuen uns über diese offizielle Anerkennung der durch Fpanjez durchgeführten Arbeit mit behinderten Menschen mittels alternativer Therapien!



Die Reittherapie: nur Gutes für Kinder mit einer Behinderung!

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Seit einigen Wochen haben die Kurse der Reittherapie in Fpanjez wieder begonnen! Jeden Donnerstag Morgen nehmen die jüngsten Kinder mit Freude daran teil. Sie haben ihre Angst überwunden und profitieren voll und ganz von diesem Moment.

Die verantwortlichen Lehrer für diese Kurse profitierern von der Unterstützung eines Militärangehörigen, der zur Reittherapie ausgebildet ist und jede Woche für die Kurse zur Verfügung steht. Zusätzlich zu einer Person, die sich die ganze Woche über um das Pferd kümmert.

Ein Komite aus mehreren Müttern, der an der Therapie teilnehmenden Kinder, hat sich gebildet, um die Beiträge der Familien zu verwalten. Die Beiträge liegen im Rahmen des Möglichen der einzelnen Familien und werden zum Kauf des Pferdes so wie für dessen Unterhalt benutzt.

Außerdem hat der Verein erst kürzlich eine Partnerschaft mit dem Bergbauunternehem Elipe gegründet, das dem Verein den Erhalt eines zweiten Pferdes ermöglicht hat. Auf diese Weise können alle Kinder, auch die Größeren, von dieser Therapie nutzen ziehen. Eine Therapie, deren wohltuenden Ergebnisse bereits jetzt zu spüren sind.

Übersetzt von www.tradadev-global.org



Fpanjez macht bei den comparsas von Zaruma mit !

Samstag, 19. Juli 2014

Dieses Jahr haben die Einwohner von Zaruma die Schutzheilige der Stadt, die Jungfrau Carmen, während zwei Wochen geehrt. Neben Prozessionen, religiösen Zeremonien, Volkstänzen, und Sportwettbewerben ist der Umzug vom 19.07 der Höhepunkt der Veranstaltungen. Dieses Jahr war das Thema des Umzugs : Südamerika. Um daran gleichzeitig mit den anderen Schulen der Stadt teilnehmen zu können, haben sich die Schüler und das Personal des Vereins Fpanjez während drei Wochen vorbereitet, um ihre Karre und einen Tanz auf Mexiko den Schulen vorstellen zu können.

Acht Paare Lehrer/ Schüler haben insgesamt die Reina de Mexico, Andrea, während des Umzugs begleitet.

Wie bei jeder Teilnahme an einer öffentlichen Veranstaltung haben sich die Schüler gefreut, im Vordergrund geschoben worden sein zu können.

Mit dem Kampf gegen Vorurteile und Diskriminierungen gegenüber Behinderung werden Unterschiede immer besser akzeptiert !

Übersetzt von Alice Roux



FPANJEZ feiert die Unabhängigkeit von Zaruma !

Dienstag, 26. November 2013

Um die 193 Jahre Unabhängigkeit zu feiern hat das Rathaus von Zaruma wie jedes Jahr einen Schulzug organisiert.

So sind die Begünstigten von FPANJEZ in ihren schönsten Uniformen zusammen mit ihren Professoren durch die Stadt gezogen unter der bewundernden und gutmütigen Blicke der Bewohner.

Alejandro, der Sohn mit Down-Syndrom eines der Gründer des Vereins, hat ebenfalls teilgenommen.

Zusammen haben sie erneut die Wichtigkeit der Integration von Menschen mit anderen Fähigkeiten in die Gesellschaft und in die Stadt gezeigt.

Übersetzt von Cécile Massé



FPANJEZ nimmt an der 19. Olympiade teil !

Freitag, 22. November 2013

Vom 22. bis 24. November haben sich alle Institutionen mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt der Provinz del Oro in El Guabo versammelt um an der 19. Ausgabe der Provinzolympiaden für behinderte Menschen teilzunehmen.

Rund 300 Wettstreiter haben sich beim Weitsprung, Staffellauf, Fußball oder Schwimmen gemessen.

Die 2-monatige Vorbereitung hat der FPANJEZ-Mannschaft  eine siegreiche Rückkehr nach Zaruma ermöglicht: 35 Medaillen, davon neunmal Gold! Diesen Erfolg konnte sich die lokale Presse nicht entgehen lassen und begrüßte die Mannschaft schon bei ihrer Chivaankunft am Zentralplatz der Stadt!

Die Sportler sind erschöpft aber stolz heimgekehrt und hoffen nun 2015 für die Internationale Olympiade in Brasilien qualifiziert zu werden.

Übersetzt von Cécile Massé



FPANJEZ nimmt an der 1. Sportveranstaltung gegen die Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen teil

Donnerstag, 5. September 2013

An der Schule der Stiftung Fpanjez stand dieser 5. September 2013 unter dem Zeichen des Miteinanders. Der Tag begann mit der Vorbereitung der « Schirmherrin »: Make-up, Frisur, Abendkleid, etc. Es handelt sich um Mayra, eine junge, taubstumme Studentin, die die Schule während des Defilees repräsentierte. Dann begaben sich alle Kinder und Lehrkräfte zur Fachhochschule Sultana de el Oro in Zaruma, wo die Sportveranstaltung stattfand.

Eröffnet wurde das Ereignis mit dem Defilee der drei teilnehmenden Schulen: die Fachoberschule Sultana del Oro, die Fondation 15 de Abril, die mit jungen Blinden arbeitet, und natürlich die Schule von FPANJEZ mit Mayra an der Spitze. Dann wurden verschiedene Spiele und sportliche Herausforderungen organisiert, an denen alle Kinder teilnehmen konnten.

Durch eine solche Veranstaltung zeigen sich der Wille der Einrichtungen und Teilnehmer zur Zusammenarbeit mit dem gemeinsamen Ziel, für Menschen mit Behinderungen Möglichkeiten zu schaffen, in die Gesellschaft integriert zu werden aufs Beste.

Das Ereignis endete in einer festlichen Zeit des Tanzens und des Lachens.

Eine weitere Veranstaltung, die zweifellos auch in den kommenden Jahren erneut stattfinden wird !

Übersetzt von Corinna Symann



Gartenarbeitsstunden in Zaruma

Mittwoch, 17. Juli 2013

Ondina Feijoo, Lehrerin an der angepassten Schule von Zaruma, hat ihre Schüler aus den Klassenräumen herauskommen lassen, um sie in die Grundlagen der Gärtnerei einzuführen.  Das pädagogische Ziel: das Verantwortungsgefühl der Schüler bezüglich der Instandhaltung des Gartens wecken, sie in Teams arbeiten lassen und dies während ihnen die Werte des Respekts der Natur und der Umwelt eingeschärft werden. 

Bewaffnet mit Schaufeln und Spaten mussten sie zunächst den Boden vorbereiten, unter den besonnenen Ratschlägen ihrer Lehrerin. Diese Grundlagenarbeit einmal erledigt mussten die Schüler die Erde bearbeiten, ein kleines bisschen jeden Tag, damit die Samen wachsen und zu Obst und Gemüse werden.

Diese Aktivität mit pädagogischem und therapeutischem Ziel kommt zusätzlich zu den traditionellen Unterrichtsfächern und der Therapie im wörtlichen Sinne hinzu. Tatsächlich ist es eines der Ziele der Stiftung, seinen Schülern eine ebenso spielerische wie komplette Bildung zu bieten. 

Übersetzt von Caroline Stiewert



Weihnachts- und Neujahrsfeier in Fpanjez

Freitag, 28. Dezember 2012

Die Feier begann für die Kinder mit Behinderungen im Institut in Fpanjez am 20. Dezember 2012. Es gab Weihnachtsgebete, ein Krippenspiel, ein Chor und eine musikalische Vorstellung... Das war ohne Zweifel ein erlebnisreicher Tag.

Der Elternverband, der engagiert war, hat sich an allen Aktivitäten beteiligt. Am Ende des Tages wurden Geschenke an die überglicklichen Kinder verteilt.

Die Überraschungen waren aber noch nicht zu Ende! Am 21 Dezember, Frau Zaruma und ihre Kronprinzessin haben die Kinder besucht und mit kleinen Geschenken und Leckereien beschenkt. Die Kinder waren von diesem königlichen Besuch hochgeehrt, haben gesungen und getanzt mit den Gästen, bevor sie sich bei ihnen für ihre Anwesenheit herzlich bedankt haben. 

Der 28. Dezember markierte das Ende der Feier. Einer der Sponsoren ist auch zur Feier gekommen, um die Kinder zu besuchen und mit Kleinigkeiten zu beschenken. Wie gewohnt, haben alle Pappmaché-Puppen von den Mitarbeitern der Organisation gemacht und danach die Puppen verbrannt, um Glück und Freude für das nachste Jahr zu bringen.

Die verschiedenen Aktivitäten und Beweise der Aufmerksamkeit und Warmherzigkeit waren für die Kinder, die sich sehr geliebt gefullt haben, sehr bedeutungsvoll.

Deswegen treten wir in das Neue Jahr 2013 mit mehr Freude, Motivation und Begeisterung als je zuvor. 



Parade und Tag der offenen Tür in Zaruma aufgrund des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung

Montag, 3. Dezember 2012

Der 3. Dezember, der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung, ist ein wichtiges Datum für Stiftungen, die sich für Menschen mit Behinderungen einsetzen. Die Mitarbeiter und Schüler von Fpanjez nahmen den Tag zum Anlass, um auf den Straßen Zarumas die Einwohner des Dorfes über die Schwierigkeiten, die Menschen mit Behinderungen haben, sowie über all die erreichte Arbeit der Stiftung zu informieren.

Die beliebte Parade, das erste große Ereignis des Tages, hat alle Lehrer und Schüler der Stiftung zusammengebracht, zusammen mit der Blaskapelle der Schule 26 de Noviembre.

Der Publikumshit jedoch war der Auftritt von Fernando, einem der Schüler der Stiftung, der außerdem ein talentierter Stabdreher ist. Das Publikum quittierte seinen Auftritt mit tosendem Applaus, verzückt von seiner Performance und der Mitwirkung der Kinder.

Nach der Show ging es zum Hauptplatz der Stadt, wo von den Schülern geschaffene Kunstprojekte ausgestellt waren: Grußkarten, Kerzen, Weihnachtsbäume, Stifthalter, Minischweinchen usw.

Der örtliche Radiosender übertrug die Veranstaltung, die die erreichte Arbeit des Zentrums und seiner Lehrer hervorhob.

Der warme Zuspruch der Medien und des allgemeinen Publikums zeigen die Wichtigkeit der Schule für die Stadt. Zwar ist es nicht abzustreiten, dass es bis zur vollen Akzeptanz von Menschen mit Behinderung durch die Gesellschaft noch ein weiter Weg ist, jedoch kann die Stiftung dank solcher Veranstaltungen wie dieser die Wahrnehmung der Menschen Schritt für Schritt ändern.



Ihr Bedarf

Hintergrundwissen

Gemeinnütziger, privatrechtlicher Verein mit sozialer oder öffentlicher Zielsetzung, eingetragen unter der Nr.0037 vom 15. November 1994 Ministerium für wirtschaftliche und soziale Integration (MIES)

Zaruma wurde offiziell 1549 von den seit 1536 hier anwesenden Spaniern gegründet. Ursprünglich „Villa de San Antonio del Zerro de Oro de Zaruma“ genannt, ist Zaruma eine auf 1200 Höhenmetern gelegene Stadt im Westen der Provinz El Oro. Sie liegt an den Flanken der Gebirgskette von Vizcaya, in der Nähe des westlichen Gebirgszugs der Anden im Südwesten Ecuadors und südöstlich der Provinz El Oro.

Mit 28 603 Einwohnern im ganzen Kanton steht diese Stadt an der Spitze und ist anlässlich der Goldgewinnung durch die spanischen Kolonisatoren entstanden. Zahlreiche Minen sind noch in Betrieb, wobei immer seltener Goldadern gefunden werden. Um diesen Minenbetrieb aufrechtzuerhalten, hat sich der Abbau nach und nach auf andere Mineralien wie Kupfer oder auch Quarz verlagert. Wegen seines aus der Kolonialzeit stammenden architektonischen und kulturellen Erbes ist die Stadt für Touristen eines der begehrtesten Ziele der Provinz. Zaruma ist auch berühmt für den besonderen Geschmack seines Kaffees, für die Bedeutung seiner Zuckerrohrproduktion und für seine Rinderzucht, Grundlage für die Käseherstellung.

FPANJEZ ist ein Verein, der 1990 auf Initiative der Eheleute Gallardo nach der Geburt ihres am Down-Syndrom erkrankten Sohnes gegründet wurde. Als das Kind zur Welt kam, wurde es für die Eltern schwierig, in Zaruma zu bleiben. Weder Zaruma noch die Städte in der Nähe waren mit zweckmäßigen Einrichtungen für die Aufnahme behinderter Kinder ausgestattet, das nächste Zentrum befand sich drei Fahrtstunden weit entfernt in Machala. Die Familie stand mithin vor einer schwierigen Entscheidung: entweder Zaruma verlassen und in die Nähe einer Stadt ziehen, die ein geeignetes Zentrum hatte, oder die Bevölkerung und die Behörden mobilisieren, um für Kinder mit einer Behinderung innerhalb des Kantons Zaruma ein Pflege- und Erziehungsheim zu schaffen.

Sie haben sich schließlich für diese zweite Möglichkeit entschieden. Nach informellen Treffen mit anderen Eltern behinderter Kinder und auch mit Menschen, die sich eventuell für dieses Projekt interessierten, wurde beschlossen, in der Stadt Zaruma eine Einrichtung zu schaffen, die behinderten Kindern Erziehung und Pflege nach ihren spezifischen Bedürfnissen ermöglichen sollte. Der Elternverein unter dem Vorsitz von German Gallardo und Alexandra Toledo nahm dann 1992 seine Arbeit informell unter dem Namen APANJEZ (Asociación de Padres y Amigos Pro Niños y Jóvenes Excepcionales de Zaruma) ohne Eintrag einer Satzung bei einer öffentlich-rechtlichen Institution auf.

Trotz der Schwierigkeiten, für das Projekt im lokalen Umfeld Zustimmung zu finden, haben der Verein und seine Mitglieder unermüdlich an viele Türen geklopft, um die Unterstützung der Behörden zu bekommen, mit dem Ziel, die Wahrnehmung behinderter Menschen in der Öffentlichkeit zu verbessern. Nachdem German Gallardo auf lokaler Ebene viele Jahre keine Unterstützung erhalten hatte, ließ er sich, um an Verantwortliche auf nationaler Ebene heranzukommen, auf die Liste einer politischen Partei setzen und kandidierte für das Amt eines stellvertretenden Abgeordneten der Republik Ecuador.

Nach seiner Wahl und in Ausübung seines Mandats in Quito begab er sich zu Treffen mit zahlreichen Vertretern von Institutionen und der Zivilgesellschaft auf nationaler und internationaler Ebene und bat um deren materielle oder finanzielle Hilfe, um APANJEZ zu stärken und ihm die Durchführung seiner Projekte zu ermöglichen. Parallel dazu versuchten die Vereinsmitglieder weiterhin, mehr lokale Förderung für das Schulprojekt zu bekommen, das so schnell wie möglich realisiert werden sollte. Die ersten Kurse wurden 1992 im Gymnasium der Salesianer abgehalten, doch schon bald konnte dieser Versuch aus Platzgründen nicht fortgeführt werden. Eine neue Vereinbarung wurde festgelegt, sodass in der stillgelegten Kapelle der Salesianer neben dem Gymnasium Kurse durchgeführt und Betreuung angeboten wurde. Doch nachdem der Verein sie restauriert und eingerichtet hatte, konnte die Arbeit dort nur eineinhalb Jahre weitergeführt werden, denn nach dieser Zeit wünschte der Orden der Salesianer, der Kapelle ihre ursprüngliche Funktion zurückzugeben.

Mit der Aussicht, ein dauerhaftes medizinisch-pädagogisches Zentrum von guter Qualität einzurichten, um den Bedürfnissen der behinderten Kinder von Zaruma und seiner Umgebung besser entsprechen zu können, schloss German Gallardo einen Vertrag mit den Salesianern ab zur Überlassung eines Grundstücks für die Dauer von fünfzehn Jahren, auf dem mit der finanziellen Unterstützung zahlreicher Partner des Vereins eine Betreuungseinrichtung gebaut werden konnte.

Im November 1994 hatte der Verein endlich die nötigen Mittel beisammen, um das Gelände in Stand zu setzen und darauf das Zentrum zu bauen, in dem die Aktivitäten auch heute noch durchführt werden. Zugleich mit dem Bau dieses neuen Heims für die behinderten Kinder erhält Apanjez die juristische Anerkennung nach ecuadorianischem Recht und wird zu FPANJEZ (Fundación de Padres y Amigos Pro Niños y Jóvenes Excepcionales de Zaruma), einem gemeinnützigem Verein nach ecuadorianischem Recht, dessen Satzung bis heute gilt.

Barrio Don Bosco, Avenida Doctor Carlos Reyes y Marcelo Zambrano, Zaruma, El Oro

Zaruma

Vereinsbüro: +593 (0)7 29 73 374

eespdonbosco@jotmail.com (Kontakt Verein)

Facebook: www.facebook.com/Fpanjez

Die Eheleute, die den Verein FPANJEZ ursprünglich gegründet hatten, Alexandra Toledo und Germán Gallardo, gehören dem Projekt immer noch an und haben sich in der Leitung der Stiftung seit ihrer Gründung jeweils abgewechselt. In der Absicht, die Betreuung der an einer Behinderung leidenden Kinder zu verbessern, haben sie nicht gezögert, wiederholt auf ihre persönlichen Ressourcen zurückzugreifen, um Anerkennung und Unterstützung für den Verein zu finden. Das Team aus Fachkräften, die das Erziehungsministerium oder die Gemeindeverwaltung von Zaruma zur Verfügung stellt oder die direkt vom Verein eingestellt werden, setzt all seine Professionalität und Motivation für die an einer Behinderung leidenden Kinder der Region ein, um ihnen Erziehung und die für ihre Entwicklung und ihr Wohlbefinden geeignete Betreuung anzubieten.

Zur Selbstständigkeit der an einer Behinderung leidenden Personen und zur Verbesserung ihrer Lebensbedingungen im Kanton Zaruma und seiner Umgebung beitragen.

Ziel 1. Kindern, die von einer Behinderung betroffen sind, den Zugang zur Schulbildung erleichtern

Ziel 2. Zur Verbesserung der Lebensqualität und des gesundheitlichen Zustands der an einer Behinderung leidenden Kinder beitragen

Ziel 3. Die Selbstständigkeit der behinderten Personen fördern

Ziel 4. Die öffentliche Meinung dafür sensibilisieren, wie wichtig die geeignete Betreuung eines behinderten Kindes ist

1. Schulzentrum für Kinder mit einer Behinderung. Der Verein FPANJEZ will jedem Kind, das an einer Behinderung leidet, eine qualitativ gute „klassische“ Ausbildung in einem normalen Schulmilieu ermöglichen. Die Integration von behinderten Kindern in ein Schulzentrum erfordert einen der jeweiligen Behinderung eines Kindes angemessenen Lehrplan. Dies hat ebenfalls unbestreitbar Vorteile, sowohl für das Kind, das seine Fähigkeiten entwickeln und seinen Weg in die Selbstständigkeit finden kann, als auch für die anderen Schüler, die angesichts aller vorhandenen Unterschiede (seien sie körperlicher, intellektueller, kultureller oder die Herkunft betreffender Art) Toleranz und Respekt lernen.
Es ist allerdings schwierig, im Kanton Zaruma oder seiner Umgebung derzeit Schulen zu finden, die Kinder mit einer geistigen Behinderung, mit Hör-, Sehschäden oder mit motorischen Einschränkungen aufnehmen. Aus diesem Grund hat der Verein FPANJEZ ein Schulzentrum eingerichtet, in dem die Kinder einen ihrer Behinderung angemessenen Unterricht bekommen können. Der Verein strebt mit diesem Projekt an, die Kenntnisse jedes Schülers so weit zu verbessern, dass sie langfristig in eine klassische Schulausbildung integriert werden können.

2. Betreuungszentrum für Kinder, die an einer Behinderung leiden. Um den Kindern eine angemessene schulische, pädagogische und therapeutische Betreuung bieten zu können, hat der Verein parallel zum Projekt eines Schulzentrums ein Betreuungszentrum eingerichtet. Dieses Projekt, das in Form einer individuellen Begleitung jedes einzelnen Kindes stattfindet, ist ein untrennbarer Bestandteil der erzielten Betreuung durch den Lehrplan. Das Schulzentrum ist bewusst flexibel und praxisgerecht organisiert, so dass jedes Kind eine seinen Bedürfnissen entsprechende therapeutische Behandlung bekommen kann.

3. Die behinderten Kinder erlangen Selbständigkeit. Der Verein hat dieses Projekt ins Leben gerufen, um den Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Integration in die Gesellschaft zu erleichtern. Um die Erlangung von Eigenständigkeit zu fördern, hat der Verein zahlreiche Workshops eingerichtet (zu Hygiene, Kochen, Einkaufen oder auch Budgetverwaltung), damit die künftigen Erwachsenen die Bewältigung aller Aufgaben des täglichen Lebens lernen können. Ausgehend von dem Prinzip, dass zahlreiche äußere Faktoren auf den Grad der Selbstständigkeit einer motorisch oder anderweitig behinderten Person Einfluss haben, setzen die Mitarbeiter von FPANJEZ alles daran, jedes Kind zu stimulieren und regelmäßig mit Situationen zu konfrontieren, denen es im Laufe seines Lebens voraussichtlich begegnen wird.

4. Workshops für die Eltern einrichten. Die täglich durchlebten Erfahrungen der Eltern behinderter Kinder ermöglichen es, in Zusammenarbeit mit dem professionellen Team für jedes Kind ein individuelles Schulungsprogramm zu entwickeln. Der Verein will die Eltern an der Entwicklung ihrer Kinder direkt teilhaben lassen und veranstaltet deshalb Workshops zur Sensibilisierung und begleitet sie, um sie aus ihrer Isolation herauszuholen. Das Ziel von Präventionskursen für Eltern ist vor allem, dass sie die Behinderung ihres Kindes kennenlernen und sie verstehen, damit sie später für seine geeignete Betreuung sorgen können. Die Sensibilisierung durch Fachkräfte über die Behinderung und deren Folgen schafft ein Klima der gegenseitigen Unterstützung und des Respekts, das die Integration der von der Behinderung betroffenen Personen in die Gesellschaft erleichtert.

1. Maßnahmen zum Ziel 1. Kindern, die von einer Behinderung betroffen sind, den Zugang zur Schulbildung erleichtern
- Durchführung von Kursen, die es den Kindern ermöglichen, an einem geeigneten Bildungsprogramm teilzunehmen
- Durchführung von Kursen für hörgeschädigte oder stumme Schüler
- Förderung der aktiven Integration der Kinder in einen „konventionellen“ Bildungsprozess
- Beratung und Weiterbildung von Lehrern „klassischer“ Schultypen für den Einsatz geeigneter Lehrmittel oder die Gestaltung von Schulräumen

2. Maßnahmen zum Ziel 2: Zur Verbesserung der Lebensqualität und des Gesundheitszustands der an einer Behinderung leidenden Kinder beitragen
- Psychomotorische Therapiestunden (Ultraschall, Übungen in allgemeiner Motorik, Rehabilitation bei Gesichtslähmungen...)
- Logopädiestunden (Übungen zur Beweglichkeit der Mund- und Gesichtsmuskulatur, Atmungs-, Entspannungs-, Artikulations- und Wortschatzübungen), um Störungen der Artikulation, der Aussprache, der Stimme, des mündlichen und schriftlichen Ausdrucks und der Kommunikation zu behandeln.
- Equotherapie. Einsatz von Pferden, damit die Kinder sich physiologisch, neurologisch und organisch entwickeln können. Die Bewegung eines Pferdes im Schritt hilft dem Gehirn, sich zu entwickeln. Diese Bewegungen und die durch sie ausgelösten Empfindungen haben auf Personen, die an einer Behinderung leiden, einen günstigen Einfluss.
- Musiktherapiestunden. Diese Therapie nutzt die Möglichkeiten der Musik und des Klangs als Unterstützung, um die sozialen, geistigen und körperlichen Fähigkeiten einer Person wiederherzustellen, aufrechtzuerhalten oder zu verbessern. In Sitzungen von 45 Minuten bis zu einer Stunde arbeitet der Musiklehrer mit den Kindern daran, Töne, sei es von Instrumenten oder aus der Natur, wiederzuerkennen.
- Frühkindliche Stimulation für Kinder zwischen 0 und 5 Jahren, die dem Kind hilft, seine Aufmerksamkeit und seine Fertigkeiten zu entwickeln, z.B.: Anweisungen befolgen, sich auf eine Tätigkeit konzentrieren, soziales Verhalten lernen, Verhaltensregeln respektieren, sensorische Weiterentwicklung, Mobilität, sprachlicher Ausdruck, Sprachverstehen.

3. Maßnahmen zum Ziel 3: Die Selbstständigkeit der behinderten Personen verstärken
- Dem Kind Lernerfahrungen vermitteln, die ihm eine harmonische Entfaltung seiner affektiven, intellektuellen und psychomotorischen Fähigkeiten je nach seinem Entwicklungsstand ermöglichen.
- Ein Kind, das einer speziellen Anleitung bedarf, dazu anregen, seine Lernfähigkeit optimal zu nutzen und sie bei den im täglichen Leben anzutreffenden Schwierigkeiten zum Einsatz zu bringen.
- Verhaltenstherapeutische Sitzungen. Bei dieser Aktivität werden Alltagssituationen (Ausgehen, Teilnahme an sportlichen oder kulturellen Veranstaltungen, persönliche Hygiene, Kochwerkstatt...) geübt.
- Kunsttherapie. Der Verein nutzt Medien wie den Tanz, das Theater und den Sport, um die Schüler auf den Alltag vorzubereiten und ihnen zu helfen, ihre Fähigkeiten zu entfalten.

4. Maßnahmen zum Ziel 4: Die öffentliche Meinung dafür sensibilisieren, wie wichtig die geeignete Betreuung eines behinderten Kindes ist.
- Durchführung von Forschungsprojekten zur Prävention von Behinderungen und zu technischen Neuerungen.
- Einrichtung von Workshops und Kursen für die Eltern eines behinderten Kindes. Der Verein verlangt von den Eltern, dass sie mithelfen, um die in der Einrichtung geleistete pädagogische und therapeutische Arbeit zu Hause fortzusetzen.

Direkt erreichte Population:
Die Dienste von FPANJEZ ist während des Schuljahres 2011/2012 50 Kindern und jungen Erwachsene zwischen einem und 30 Jahren zugutegekommen. Die soziale und geografische Herkunft der Kinder und der in die Schule aufgenommenen Jugendlichen ist sehr unterschiedlich, manche kommen aus weit entlegenen, ländlichen Gegenden. Die Einschreibung ist kostenlos und steht allen offen, ohne Altersbegrenzung und unabhängig von ihrer wirtschaftlichen Situation. Aufgrund der strategischen Neuorientierung der INFA ändert sich die Aufgabe der Fachkräfte: waren sie bisher in die pädagogischen Einrichtungen für die behinderten Kinder abgeordnet, so sollen sie im neuen Schuljahr 2012 die an einer Behinderung leidenden Personen zu Hause aufsuchen. Diese Entscheidung hat zur Folge, dass manche Schulen in der Umgebung von Zaruma geschlossen werden. Da die Einschreibungen für das Schuljahr 2012/2013 noch nicht abgeschlossen sind, erwartet FPANJEZ für dieses neue Schuljahr etwa 15 Kinder mehr, während gleichzeitig drei Fachkräfte der INFA die Einrichtung verlassen haben.

Indirekt erreichte Population
Die Arbeit von FPANJEZ kommt durch Bildungsworkshops und Beratungen ebenso den Eltern der Kinder, welche die Schule besuchen, zugute, sowie indirekt den gesamten Familien und ihren Angehörigen. Durch das Beibehalten der guten Beziehungen zu den ehemaligen, abgeordneten Angestellten der INFA in der Einrichtung, wird eine informelle Partnerschaft etabliert werden. Die Hausbesuche der Fachkräfte der INFA werden zur Bekanntheit der Schule beitragen und die Eltern auf die Einrichtung und die Vorteile einer Betreuung und eines „normalen“ Schulbesuchs zur sozialen Integration des Kindes aufmerksam machen.

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